VÖ: 16.10.2026 (Gspusi018)
LP, 180g black Vinyl in gefüttertem Innensleeve
Tracklist:
A1. soll sein
A2. normale milch
A3. weit weg
A4. bei dir
A5. kopf in den wolken
B1. lala land
B2. mwahela
B3. hätt so gern
B4. von wegen
B5. immer wenns
Würde man den Sound in den ersten Takten in Amerika verorten, macht einem das Wienerische schnell einen Strich durch die Rechnung. Die Rede ist von Ignaz Tschinön, dem Alter Ego des Wiener Songwriters und Multiinstrumentalisten Matthias Nowak. Auf seinem Debütalbum „Parasympathikus“ setzt er sich persönlich, emotional und humorvoll mit den großen Fragen eines frisch gebackenen 30ers auseinander. Verlorenes Beziehungsglück führt dabei auf die Suche nach einer neuen Idee von Liebe – Selbstliebe, um genau zu sein.
Musikalisch bewegt sich die Tschinön irgendwo in der Soul-, Funk- und Jazzkiste im Plattenladen. Ein auf Hip-Hop eingeschworenes Schlagzeug, jazzige Bläser, Vintageorgeln und gelegentliche Gospelmomente erzeugen einen eigenwilligen, aber charmanten Soul, den es so wohl kein zweites Mal gibt. Mit Texten irgendwo zwischen H.C. Artmann und Rolf Rüdiger versucht der vermeintliche Zyniker unter allen Umständen doch so etwas wie ein Ja zum Leben zu gewinnen. „An irgendwas muss man ja schließlich glauben“, weiß der Ignaz zu ergänzen.
Mit „Parasympathikus“ entsteht eine eigenwillige Collage aus wienerischen Alltagsweisheiten, philosophischen Gedankengängen und einer guten Portion Groove. Ein Album, das zum Spazierengehen einlädt: manchmal geradeaus, manchmal im Kreis und manchmal einen Schritt zur Seite – immer mit Blick auf die eigenen Fußspuren. „Es geht sich irgendwie aus, wir sind ja immer noch hier.“