monkey.
VÖ: Digital Album 06.03.2026
VÖ: CD & LP 20.03.2026
MON209DI/CD/LP
Vertrieb: Hoanzl / Borkensilence
Kontakt: monkey.
Matthias Kempf, kurz: Kempf, ist einer der großen Unbekannten der österreichischen Musiklandschaft. Freilich ist er nicht gänzlich unbekannt, und so wie seine Kollegen Andy Baum und Ulli Bäer – mit denen er ein durchaus beliebtes Trio bildet – wird er von Kennern der Materie zur A-Liga der hierzulande tätigen Musikschaffenden gezählt. Jedenfalls, was die Qualitäten seines Schaffens betrifft. Bei der Quantität besteht Aufholbedarf: Kempfs letzte Albumveröffentlichung liegt viele Jahre zurück.
Anno 2026 aber kann man von einer denkwürdigen Rückkehr reden und schreiben, und noch im November des Vorjahres schickte sie einen ersten Vorboten los: die Single „nur vor an koidn herz“. Sie fand bis hin zu Ö3 Aufmerksamkeit. Gerade dieser Song ist ein Konzentrat der Emotionen, die Kempfs Rückkehr begleiten – und er kommt gerade richtig, als Flaschenpost „in so ana zeit“ (wie das kommende Album heissen wird).
Ein neues Werk, ein neuer Lebensabschnitt. „in so ana zeit“ entstand in Zusammenarbeit mit Kurt Richter, dem - laut Kempf - „perfekten Ping-Pong-Partner in Sachen Sound, Style, Groove und Arrangement“. Man könnte das Ergebnis flugs unter „Adult Pop“ einordnen, aber dieser Sticker, dieses Image greift zu kurz. Pop ist es nur ganz am Rande, zeitgenössischer Singer/Songwriter-Folk trifft es schon eher. Kempf spielt Kempf-Musik, das meint kämpferisches und zugleich zärtliches Ringen mit den inneren und äußeren Dämonen, mit Worten, mit Stimmungen, mit Tönen. Klänge es nicht gar esoterisch, könnte man von einer wärmenden, fast heilenden Wirkung sprechen, die diese oft unspektakulären (weil: eben nicht spekulativen), aber Ruhe, Bedachtsamkeit und Reflexion verkörpernden Songs ausstrahlen.
Wie stehen die Erfolgsaussichten für solche Musik „in so ana zeit“? Die Beweislast geht ab sofort auf wache Ohren- und Augenzeugen über, also uns alle: finden diese sensitiven, sensiblen, von Herzen kommenden Töne und Worte einen Resonanzboden? O-Ton Kempf: „Ihr seid Teil meines kreativen Schaffens und mit euch ist dieses Projekt nicht nur merk-würdig, sondern groß-artig.“ Man merkt zweierlei: Erstens ist dieser Künstler einer, der auf Sprache Wert legt. Und, zweitens, ist Matthias Kempf jemand, der den Austausch mit seinem Publikum intensiv sucht. Kempf ist (und das gilt erst recht für seine Konzerte) kein Schnellzug in eine Richtung, sondern ein Begegnungsraum: manchmal ein Wartesaal für Gedanken, manchmal ein Zug ins Absurde – und immer ein Ort, an dem man gern etwas länger bleibt… Da geht noch was, da geht noch mehr, da kommt noch viel.