Tracklist:
A1. soll sein
A2. normale milch
A3. weit weg
A4. bei dir
A5. kopf in den wolken
B1. lala land
B2. mwahela
B3. hätt so gern
B4. von wegen
B5. immer wenns
monkey. / Gspusi Records
VÖ: 16.10.2026 (Gspusi018)
LP - 180g black Vinyl
Vertrieb: Hoanzl / Brokensilence
Kontakt: monkey.
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Ignaz Tschinön & Entourage : Parasympathikus
Man merkt schon am Bandnamen, am Albumtitel, am gesamten Flair, den dieses Projekt verströmt: da will jemand vieles ganz anders machen. Eventuell: alles. Sich nicht erklären, sondern Gedanken, Worte, Töne, Ideen und, ja, Humor und Lebenslust ungeniert fließen lassen. Nennen wir es einfach: Musik. Kreativität. Kunst.
Die Rede ist von Ignaz Tschinön und seinem neuen Album. Einem Erstling. Einem Werk also, das der Welt einen bislang weithin unbekannten Act und seine Besonderheiten vorstellt. Und den Kopf des Ganzen: Ignaz Tschinön, das Alter Ego des Wiener Kreativbündels, Multiinstrumentalisten und Songwriters Matthias Nowak.
Scheinwerfer an! Was vor ein paar Jahren als naive Idee im Heimstudio begann, hat mittlerweile fast schon Kultstatus. Würde man den Sound von Ignaz Tschinön und „Parasympathikus“ in den ersten Takten im Amerika der 70er-Jahre verorten, macht einem das Wienerische sofort einen Strich durch die Rechnung. Das ist eigen, das ist fresh, das ist tatsächlich einzigartig! Und verdient genaues Hinhören. Fanden bereits einzelne Veröffentlichungen - in stolzer Do-It-Yourself-Manier - Anklang in der lokalen Szene, hat sich Nowak/Tschinön nun Verstärkung geholt, um das im Herbst 2026 erscheinende Debütalbum auf die Bühne zu bringen.
Inspiriert von der Patina legendärer Bands aus dem Golden Age des Funk wartet der Bandleader mit einem achtköpfigen, medusaesken Ensemble auf, das keine Wünsche offenlässt. Die Entourage, bestehend aus Carla Kaltenböck, Igor Rapo, Max Wintersberger, Stefan Eitzenberger, Peter Legat, Moritz Holy sowie - give the drummer some! - Max Legat, skaliert den im kleinen Kammerl entstehenden Sound mit Schlagkraft und Feingefühl für die Bühne.
Unter dem Titel „Parasympathikus“ dokumentiert Ignaz Tschinön die persönliche, emotionale und humorvolle Konfrontation mit den großen Fragen eines frischgebackenen Dreißigers. Wider alle Umstände gilt es, das „Ja" zum Leben zu bewahren. Die treibende Kraft dahinter: Funk. Etwas verhaltener, jedoch nicht weniger schlagkräftig, zeigt der Ignaz erstmals auch eine sensiblere, bluesige Seite, um den aufbrechenden Abgründen - ganz im Sinne des Wienerlieds - mit einem Lächeln zu begegnen. Unwiderstehlicher Groove verschiedenster Färbungen sowie feinfühliger Wortwitz zwischen der Lyrik eines H. C. Artmann und dem Humor eines Rolf Rüdiger legen das Innenleben einer vermeintlich zweidimensionalen Figur offen.
Kilngt schräg? Ist es auch. Prince, Zappa, Uzzi Förster und Werner Pirchner wären stolz auf ihren Neo-Bruder im Geiste. Ignaz Tschinön und seine Entourage sind angetreten, die Welt zu erobern. Nicht mehr, nicht weniger. Um es mit den Worten von Sly Stone zusammenzufassen: „Well, well, well.“
(Unterstützt durch den Musikfonds.)