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monkey.lounge
Dienstag: 04.04.2006
ab 20.00 Uhr
"You've got a brain, shake off the reins, smash the shackles, break the chains"
Napalm Death, Prison Without Walls
Grüß Gott und guten Tach. Auf www.orf.at stand gestern zu lesen, dass gemäß einer britischen Studie 70% der unter
40jährigen Briten nicht nur über keine nennenswerten Ersparnisse verfügen, sondern auch noch laufend ihr Konto überziehen.
Die Gründe werden vor allem bei hohen Wohnkosten und Studiengebühren fest gemacht, doch wird ein wichtiger Punkt vergessen:
was verdienen denn diese Leute so in der freien Wirtschaft? Das gute alte Angestelltengehalt neigt seit Mitte der
Neunziger zum Siechtum und Entlohnungslösungen wie falsche Selbständigkeiten oder erzwungen freiberufliches Dasein
sind verlockende Möglichkeiten für Personalchefs aller Sparten. Aus Budgetgründen, versteht sich, es ist halt
einfach kein Geld da. Ach ja? Wo ist es denn? Nachdem in den letzten Jahren kaum von großen Geldverbrennungen oder
umgekehrter Alchimie zu hören war, muss man sich fragen, wer denn da den Hals nicht voll kriegt. Aber wer auch immer
das nun genau sein mag, fest steht, dass die Schere nicht nur zwischen Industrienationen und Entwicklungsländern weit
offen steht, sondern dass der Kapitalismus seine Kinder frisst. Na Mahlzeit! Dass der geschlauchte Erwerbstätige nun aber
auch weniger Geld zur Verfügung hat, um Kulturgüter, wie zum Beispiel gelegentlich mal eine fesche CD, zu erwerben, ist
eigentlich auch klar. Was uns, die wir am Musikhahn sitzen, natürlich nicht gefällt, aber ein Erklärungsmodell für
illegale Downloads anbietet.
Wenn nun Karstadt die aktuellen Releases von Coldplay und Depeche Mode um 4,99 Euro anbietet, ist das zwar ein
überfälliger und absehbarer, aber auch kurzsichtiger Schachzug. Was nichts kostet, ist nichts wert. Und ist ein
Preis im Einzelhandel mal im Keller, kann ihn meist nur ein Wunder wieder hochbringen. Wenn diese Entwicklung Schule
macht, kann man sich ein Künstlerdasein wohl nur als Söhnchen oder Erbe leisten und die Idee der Demokratisierung der
Musikproduktion war eine nette Utopie. Im übertragenen Sinn passt auch die Theorie einiger US-amerikanischer Archäologen
ganz gut dazu, die behaupten, dass die kulturelle Evolution des Menschen keine gerade, aufsteigende Linie ist, sondern
sich in Wellenbewegungen fortsetzt - wir entwickeln uns sprunghaft, um eben diese Errungenschaften gleich wieder zu
zerstören oder zu vergessen. Stichwort Übergang von der Antike zum Mittelalter.
Übertrieben? Zu krass gesehen?
Zeit, um zu diskutieren.
Am besten mit einem Vodka in der Hand bei der nächsten monkey.lounge am
04.04.2006.
Den optimalen Soundtrack zu rauchenden Köpfen, kabeldicken Halsschlagadern und versteckt geballten Fäusten bieten
Nuri Nurbachsch (Warner Music) und Alex Schell (JULIA) unter dem Motto "Trashmetalterror - ist Metal tot?" im ansonsten
ganz und gar unmetallischen Mezzanin am Wiener Lerchenfelder Gürtel.
Und damit nicht genug - JULIA beglücken uns mit einem kleinen Live-Set und präsentieren ihr neues Video zur neuen Single
"Everlasting", famos in Szene gesetzt von Sonuva Projects.
Special - JULIA LIVE + VIDEOCLIP-PRÄSENTATION
DJs:
Nuri Nurbachsch (aka Werwolf)
Alex Schell
monkey.lounge
Dienstag, 04.04.2006
ab 20 Uhr
mezzanin (Lerchenfelder Gürtel
43, 1160 Wien)
Willkommen! Gib den Affen Zucker.
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gib den affen zucker.
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